steirische meisterschaften in die siedler von catan am 14juni 2009
am 14juni 09 fanden die steirischen „die siedler von catan“ meisterschaften in deutschlandsberg statt.
im vorfeld hatte ich, wie bereits erwähnt, probleme in die steiermark zu gelangen. die ursache: leider ein autounfall. riesigen dank an andi, der mir für diesen tag spontan sein auto zur verfügung stellte. ich bin stolz, daß die gemeinschaft in unserem spieletreff bereits jetzt so stark ist.
die beginnzeit von 08:45 uhr und ein anfahrtsweg von 290 km bedeutete eine „aufstehzeit“ von etwa fünf uhr am morgen. die fahrt verlief, bis auf einen kleinen stau kurz vor graz, problemlos. so kamen mein sohn daniel, peter und ich kurz vor 08:45 uhr an.
wenig später teilte uns andreas gabler (spielekreis graz: http://graz.spieleclub.at) den turniermodus mit. wir sollten 3 vorrunden spielen, die besten 8 aus diesen kamen ins halbfinale und die dort jeweils 2 besten würden am ende das finale bestreiten. allerdings waren wir (st pöltner) daran gewöhnt für jeden platz punkte zu erhalten, welche am ende zusammengezählt wurden. für dieses turnier mußten wir also rasch umdenken, denn man sollte nur mit siegen ins halbfinale gelangen. so konnte das turnier also beginnen.
die drei vorrunden aus meiner sicht
die erste runde begann, obwohl auf platz vier, gar nicht schlecht. dann, kurz nach beginn, wurde die erste straßenbaukarte aufgedeckt. wenig später, man beachte es wurden erst zwei entwicklungskarten gekauft, die zweite straßenbaukarte. zu diesem zeitpunkt befürchtete ich bereits, daß die entwicklungskarten zu wenig durchgemischt wurden. wie recht ich damit hatte, erfuhr ich kurze zeit später. kurz vor ende des spieles gelang es mir, die längste handelsstraße quer durchs spielfeld zu bauen. 8 punkte. im nächsten zug konnte ich eine siedlung zur stadt ausbauen. 9ter punkt. es lief gut. dann baute christina hubich drei straßen auf einen schlag und errang ihren verdienten sieg. ich fiel dadurch auf 7 punkte zurück. mein sitznachbar deckte, obwohl bloß etwa zehn bis zwölf entwicklungskarten gekauft wurden, 4!!! siegpunkte auf und überholte mich damit um einen punkt.
die zweite runde, mit manfred werlein dem siedler-staatsmeister aus dem vorjahr am tisch, begann ich wiederum auf platz vier. da wie üblich die besten plätze bereits besetzt waren, setzte ich meine erste siedlung ziemlich unorthodox auf den 2:1 waldhafen. die beiden felder waren erz (8) und getreide (3). die zweite siedlung, ja richtig, kam auf zwei waldfelder (9 u 10) sowie schaffeld (5). der beginn war nicht wirklich berauschend. werlein wurde auf der einen seite völlig abgeschnitten, weil ihm ein „mitsiedler“ mit hilfe einer straßenbaukarte eine „hafen“-siedlung vor den bug knallte. unterdessen konnte ich tatsächlich meine erste stadt bauen. nach einigem hin- und herüberlegen baute ich sie an meinem erzfeld und tatsächlich wurde einige male die acht gewürfelt. manchmal hat der mensch auch glück. ich baute sodann meine zweite stadt und wenig später gelang mir dann noch eine weitere siedlung. still und leise holte sich werlein deroweilen die längste handelstraße, baute auf der noch verbliebenen seite vier siedlungen und als er seinen dritten ritter aufdeckte und die größte rittermacht für sich beanspruchte, deckte er noch zwei siegpunkte auf und gewann damit diese runde. pech für mich, diesmal mit fünf punkten wieder nur dritter.
dritte runde. peter war diesmal einer meiner gegner. einer von uns beiden mußte sich den ersten sieg holen, ansonsten sieht es schwarz aus für das halbfinale. ich durfte, welch glück, als dritter meine siedlung bauen. ich suchte mir zwei lehmfelder (5 u 2) und ein erzfeld (10) aus, da auch das dritte lehmfeld eine miserable zahl hatte (3). die zweite siedlung baute ich wieder an zwei wäldern (5 u 6) und einem schaffeld (12). ich hegte die hoffnung an den 2:1 waldhafen zu gelangen. jedoch kam leider der räuber ziemlich häufig zu besuch, jedes mal auf die neuralgischen punkte erz und wald (6), was auf dauer sehr hinderlich war. markus haubenwaller „explodierte“ plötzlich, baute in kurzer zeit einige städte und die längste handelsstraße. peter und ich wurden punktegleich nur dritte.
somit mußten wir die halbfinal- und die finalträume begraben. bloß daniel, der anscheinend zumindest in der ersten runde auch einiges pech hatte, gewann seine dritte runde und hatte hoffnung ins halbfinale aufzusteigen. allerdings gab es einige die einen sieg aufweisen konnten.
dann die bekanntgabe der halbfinalisten. leider, wie auch zuvor bei dominion- und carcassonne-turnier in wien, scheiterte daniel wieder nur um einen platz.
sensationell manfred werlein, der mit bombastischen drei siegen ins halbfinale einzog. ebenfalls ziemlich stark war bernd hubich mit zwei siegen und einem zweiten platz. weitere 10 spieler holten sich jeweils einen sieg. davon qualifizierten sich aber nur sechs für das halbfinale.
das halbfinale a bestritten also: werlein, hauk, dulsky und walter. wilma dulsky spielte, wie das gesamte bisherige turnier, sehr gut und fügte werlein die erste und ziemlich schmerzhafte niederlage zu, da hans-peter jauk zweiter wurde und dadurch vor werlein ins finale einzog.
im halbfinale b spielten: hubich, schager, zöhrer und puster. dieses halbfinale entschied herbert schager vor franz zöhrer für sich. auch im halbfinale b mußte ein siedler-„schwergewicht“, nämlich bernd hubich, w.o. geben.
das turnier ging in die zielgerade, im kleinen finale spielten nun werlein, walter, puster und hubich und in dieser reihenfolge wurden auch die plätze fünf bis acht belegt.
im finale also wilma dulsky, hans-peter jauk, herbert schager, sowie franz zöhrer. sollte erstmals eine frau die steirischen meisterschaften für sich entscheiden? man würde sehen. es sollte jedenfalls spannend werden. wilma begann wieder stark, baute zuerst die ersten beiden straßen. herbert war mit den zahlen 5, 11 und 9, 10 (jeweils 2x) zu beginn etwas im hintertreffen und hatte längere zeit nicht das nötige würfelglück. in der zwischenzeit wurde das kleine finale beendet und immer mehr scharten sich um den finaltisch. auch für hans-peter, ebenfalls „siedler-turniererprobt“ lief es nicht nach plan. er besetzte zwar 2x die acht und die zahlen 3, 4, 5 und 10 kam aber nicht recht weiter. gut ging es aber franz, der auch schon bei österreichischen siedlermeisterschaften teilnahm, obwohl auch er nicht auf den besten zahlen gebaut hatte. dennoch kämpfte er im folgenden mit herbert um die längste handelsstraße. mit herbert ging es ab der zweiten hälfte bergauf, konnte, neben straßen, immer mehr siedlungen bauen. hans-peter baute bis zum schluß nur drei siedlungen und konnte am ende, wie auch wilma, die zwar zwei siedlungen und eine stadt gebaut hatte, fünf punkte für sich verbuchen. das brachte, aufgrund der vorrundenergebnisse, für hans-peter jauk, vor wilma dulsky, den dritten platz. neben der längsten handelsstraße holte sich herbert schager auch die größte rittermacht, deckte dann noch zwei siegpunkte auf und wurde, weil trotz schwachem beginn ziemlich beharrlich, doch noch den steirischen siedler von catan-titel. ebenfalls großartig der zweite platz von franz zöhrer.
gratulation an alle finalisten und an alle „die sich die seele aus dem leib“ gespielt hatten.
herzlichen dank an meister herbert schager, der seinen spielepreis an den jüngsten spieler daniel und den gutschein für ein wochenende in einem jugendgästehaus an die beste dame im feld, wilma dulsky, verschenkte. chapeau (o;
herzlichen dank auch an die organisatoren andreas gabler und hans-peter jauk, die wirklich ein gutes turnier, mit einem tollen ambiente, veranstalteten und wahrscheinlich auch mit dem wettergott auf gutem fuß stehen (o; nächstes mal wieder so.
und zuletzt auch ein sattes danke schön an den bürgermeister, der die siegerehrung mit seiner anwesenheit aufwertete und dem wir das leckere brötchen-buffet zu verdanken hatten. wir kommen gerne wieder (o;
ja, wir kommen gerne wieder. möglicherweise nächstes mal mit noch mehr leuten aus st pölten. wie gesagt, es war ein gutes turnier, zwar war der turniermodus etwas seltsam. vielleicht kann er im nächsten jahr an den der österreichischen meisterschaften oder internationalen turniere, angeglichen werden. was mir aufgefallen ist und mir gut gefallen hat, daß ein viertel der teilnehmer weiblichen geschlechts waren und diese auch noch sehr gut gespielt haben. siehe endergebnis: drei damen im halbfinale und eine sogar im finale. es ist schön, wenn sich auch frauen immer öfter für mehr oder weniger taktische gesellschaftsspiele interessieren. das läßt auf mehr hoffen (o;
in diesem sinne: auf ein wiedertreffen bei einem der nächsten turniere oder bei einem spieleabend.
hier nun die lang ersehnten fotos von den steirischen die siedler von catan meisterschaften 2009 in deutschlandsberg.
ich freue mich über den einen oder anderen gästebucheintrag. danke schon mal für die mühe. nun viel spaß mit den fotos.
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Zeit, um zu Spielen?


